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DACHDECKER INNUNG
stimmung auf
vergleichsweise
hohem niveau
Dachdeckerbetriebe, Arbeitnehmer und Bruttolohnsummen
im saarländischen Dachdeckerhandwerk
230
240
250
260
270
280
290
Dachdeckerbetriebe im Saarland
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2348
1698
2749
2853
3361
2937
3414
3311
3044
3991
2784
1000
1500
2000
2500
3000
3500
4000
4500
Bruttolohnsumme der
saarländischen Dachdeckerbetriebe
2011
2012
2013
2014
2015
1249
1338
1198
1000
1100
1200
1300
1400
1500
1600
Arbeitnehmer im
saarländischen Dachdeckerhandwerk
2010
2011
2012
2013
2014
2015
Die Dachdecker im
Internet unter
-
saar.com
‡
Bau Saar
Der Start ins Jahr 2015 verlief für das
Dachdeckerhandwerk saisonüblich ver-
halten; witterungsbedingt war im ers-
ten Quartal eine geringere Auslastung
als 2014 zu verzeichnen. Ähnlich wie im
Vorjahr erfüllten sich die positiven Erwar-
tungen im weiteren Verlauf des Frühjahrs
nicht. Trotz solider Auftragslage blieb die
jahreszeitübliche Belebung erneut aus.
Zudem gab es wenig Sondereffekte wie
Sturmereignisse, die für Schwung gesorgt
hätten.
Bei einer hohen Wettbewerbsintensität
sowie gestiegenen Bau- und Personal-
kosten dürfte die Ertragslage 2015 nur
knapp befriedigend ausgefallen sein.
Dennoch bleibt die Stimmung unter den
Betriebsinhabern auf vergleichsweise ho-
hem Niveau und die Geschäftslage 2015
wird laut der ZVDH-Jahresumfrage durch-
schnittlich mit der Schulnote 2,6 bewer-
tet. Die Geschäftsaussichten für das Jahr
2016 benoten die befragten Dachdecker-
betriebe mit 2,5, wobei auffällt, dass die
kleineren Betriebe eher pessimistisch,
die Inhaber von Betrieben mit über fünf
Mitarbeitern überwiegend optimistisch
in die Zukunft blicken.
Positive Treiber für das Dachdecker-
handwerk sind die Verschärfung der
energetischen Anforderungen durch das
Inkrafttreten der neuen Energieeinspar-
Verordnung – kurz EnEV. Eine Sonder-
AfA, also die Abschreibung für Abnut-
zung, als Steueranreiz für den privaten
Wohnungsneubau könnte für weitere
Impulse sorgen. Die Umfragen bestäti-
gen den Trend: Die Auftragsbestände bei
den Dachdeckern haben sich im Vergleich
zum Vorjahr vor allem im Bereich Neu-
bau und Sanierung positiv entwickelt. Als
Problemfelder werden von den Unter-
nehmern Fachkräftemangel, Bürokratie-
hindernisse und Preisverfall genannt.
Immer wieder beklagten Betriebe, dass
gute Marktpreise kaum noch zu erzielen
seien und Hausmeister-Services sowie
Soloselbstständige ohne ausreichenden
Versicherungsschutz ihnen das Leben
schwermachten.