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N a c h r i c h t e n

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Hohes Ni veau

auch zum

Herbstbeginn

am Bau

Zum Jahresende 2016 hat das Statisti-

sche Bundesamt die Aufschätzung zur

Konjunkturentwicklung für alle Be-

triebe im Bauhauptgewerbe (Umsatz,

Arbeitsstunden, Beschäftigte) einge-

stellt. Bereitgestellt werden nur noch

die Daten für Betriebe ab 20 Beschäf-

tigten.

Für diesen Meldebereich liegt der Um-

satz im September bei gut 7,1 Mrd.

und damit um 3% über dem Vorjah-

resniveau. Auch wenn sich das Tempo

der Umsatzsteigerung damit etwas

verlangsamt hat, bleibt die Steigerung

kumulativ mit über 9% sehr deutlich.

Dieser Wert erscheint allerdings über-

zeichnet. Zumindest liegt die Umsatz-

entwicklung nach dem ebenfalls vom

Statistischen Bundesamt veröffentlich-

ten Mixmodell für den Umsatz aller

Betriebe, der bisher nur bis August

vorliegt, weiter mit ca. 6,5% erkenn-

bar unterhalb der Entwicklung der Be-

triebe mit mehr als 20 Beschäftigten.

(Das Statistische Bundesamt hat die

Berichterstattung zum Konjunkturver-

lauf im Bauhauptgewerbe ab dem Be-

richtsmonat Januar 2017 auf ein „Mix-

modell“ umgestellt. Im Mixmodell

werden die Daten des Monatsberichts

für Betriebe mit 20 und mehr Beschäf-

tigten um Verwaltungsdaten für die

Betriebe mit weniger als 20 Beschäf-

tigten ergänzt.)

Insgesamt bleibt die Auftragslage im

Bauhauptgewerbe solide. Die Aufträ-

ge haben nominal im Zeitraum von Ja-

nuar bis September über alle Bauspar-

ten um gut 5% gegenüber dem Ver-

gleichszeitraum 2016 zugelegt; dies

bei einer Preisentwicklung von ca. drei

Prozent. Auch zum Ende des dritten

Quartals weisen die Bauunternehmen

noch deutlich höhere Auftragsbestän-

de aus als im Vorjahr (+13%).

Bei saison- und preisbereinigter Mo-

natsbetrachtung ist allerdings im Ver-

lauf des Jahres 2017 ein stetiges Abfla-

chen der Dynamik des Ordereingangs

zu verzeichnen. Gleichwohl verbleibt

auch bei saison- und preisbereinigter

Betrachtung kumulativ (noch) ein Plus

von gut 2% im Vorjahresvergleich.

Die Geräteauslastung liegt nach den

Daten der ifo-Konjunkturumfrage seit

Juni bei 82% und darüber. Dies sind

noch einmal ca. 2%-Punkte mehr als

im Vorjahr. Nach der ifo-Konjunktur-

umfrage hat sich der Anteil der Bau-

unternehmen die über eine gute Ge-

schäftslage berichten bei gut 40% ein-

gepegelt. (Im Vorjahr lag der Wert bei

knapp 30%.) Weniger als 10% der

Unternehmen bewerten ihre Ge-

schäftslage negativ.

Im Folgenden wird die Bewertung der

Konjunkturentwicklung auf die ver-

fügbaren Daten für Betriebe mit 20

und mehr Beschäftigten abgestellt.

In den einzelnen Sparten zeichnet sich

folgende Entwicklung ab:

Der Umsatz im Wohnungsbau wächst

weiter dynamisch (im September

+3,9%). Bis September 2017 wurden

insgesamt ca. 257.000 WE genehmigt.

Dies sind ca. 19.500 WE weniger als im

Vorjahresvergleich (-7%), aber immer

noch deutlich mehr als in den Vorjah-

ren; (gegenüber 2015 ca. +15,3%). So

ist insgesamt bei dem aktuellen Vor-

jahresvergleich zu berücksichtigen,

dass zum September 2016 ein Plus von

24% gegenüber 2015 erreicht wurde.

Insgesamt setzt sich die Nachfrage also

auf hohem Niveau fort.

Das Orderplus liegt im Wohnungsbau

per September bei gut zwei Prozent.

Es hat sich damit im Jahresverlauf

deutlich abgebaut. Die intensive Bau-

tätigkeit im Wohnungsbau hat sich

auch bei den Auftragsbeständen

niedergeschlagen. Hier sind die Polster

am Ende des zweiten Quartals mit ei-

nem Plus von über 20% auf weniger

als +5% zum Ende des dritten Quartals

abgeschmolzen; (jeweils im Vergleich

zu den Vorjahreswerten).

Die Umsatzprognose für 2017 im Be-

reich Wohnungsbau von +7% insge-

samt wird nach derzeitiger Datenlage

erreicht.

Seit Mai ist im Wirtschaftsbau ein

deutliches Umsatzwachstum zu ver-

zeichnen. Auch im September wurden

knapp 3 Mrd.

realisiert. Mit ca. 22,6

Mrd.

erreichen die Betriebe auch ku-

mulativ ein Plus von ca. 10%. Dabei

zeigen sowohl der Hochbau (+11%) als

auch der Tiefbau (+7%) ansprechendes

Wachstum. Die anhaltend gute Kon-

junkturentwicklung bei bereits hoher

W

IRTSCHAFT